Lernportfolio als alternatives (Über-)Prüfungsinstrument
Beschreibung
Ein Lernportfolio bietet die Möglichkeit, Lernschritte zu überprüfen und lernprozessbegleitend Feedback zu geben. Ein solches formatives Assessment lässt sich als Alternative für eine summative Prüfung am Ende einer Lehrveranstaltung oder auch in Lehrveranstaltungen ohne benoteten Leistungsnachweis einsetzen.
Die Arbeit mit Lernportfolios ist sowohl für Studierende als auch für Lehrende hilfreich. Studierende haben durch Portfolioarbeit die Möglichkeit, die Auseinandersetzung mit Fachinhalten und Fragestellungen zu vertiefen, ihre Selbstlernkompetenz zu stärken und durch strukturierte Reflexionen eigene Lernschritte bewusster wahrzunehmen und so nachhaltig zu lernen. Entsprechend können Lehrende durch den Einsatz von Portfolioarbeit das aktive Lernen der Studierenden fördern und Lernergebnisse im Sinne einer Kompetenzorientierung transparent prüfen und bewerten.
Im Workshop erfahren Sie, wie Sie Lernportfolios als Prüfungsform oder als Instrument zur Begleitung und Überprüfung von studentischen Lernprozessen gestalten können. Dafür werden neben didaktischen Grundlagen vor allem Ihre konkreten Lehrkontexte und Fragen betrachtet. Anhand kleiner Portfolioaufgaben können Sie das Instrument direkt im Workshop erproben und reflektieren.
Inhalte
- Grundlagen der Arbeit mit (Lern-)Portfolios und eigene Portfolioerfahrung
- Lernportfolio als Produkt - Portfolioarbeit als Prozess
- Unterschied zwischen kumulativen und reflektierenden Lernportfolios
- benotete und unbenotete Lernportfolios
- Bewertungskriterien für Lernportfolios
Workshop-Aufbau und Arbeitsform
Der Workshop umfasst eine Online-Sitzung (6 AE) mit einer integrierten asynchronen Vorbereitungsphase (2 AE) und einer optionalen asynchronen Transferphase, die von der Dozentin moderiert wird.
- Asynchrone Selbstlernphase vom 06.11.2025 bis zum 12.11.2025 (Zeitaufwand: ca. 1,5 Stunden in freier Zeiteinteilung): Bearbeitung einer vorbereitenden Aufgabe als Grundlage für die Online-Sitzung
- Online-Sitzung am Donnerstag, 13.11.2025, 09:00-14:30 Uhr (inkl. 60 min. Pause): praktische Übungen mit Reflexionen, Erstellen eines eigenen Mini-Portfolios mittels reflektierender Fragen
- Asynchrone Transferphase (optional, nach individuellem Bedarf der Teilnehmenden): Feedback der Dozentin und Peer-Austausch zu konkreten Fragestellungen der Teilnehmenden oder weiterführenden Fragen zum Workshopthema
Ziele
Die Teilnehmenden können nach dem Online-Workshop
- auf Basis didaktischer Grundlagen und eigener Erfahrungen mit Portfolioarbeit entscheiden, wie sie Lernportfolios in Ihrem Lehrkontext einsetzen können, um den Lernprozess der Studierenden nachhaltig zu fördern,
- bewerten, inwieweit sie Lernportfolios als Prüfungsbestandteil in Ihrem Lehrkontext nutzen können.
Dozent_in
Bianca Sievert unterstützt Menschen und Organisationen seit rund 25 Jahren bei ihrer Entwicklung - im Bereich der Future Skills, bei allen Karrierefragen und im Hochschulkontext. Sie arbeitet zusammen mit hochschuldidaktischen Einrichtungen, Graduiertenakademien & Postdoc-Programmen, Career Centern, Mentoring- & Frauenförderungsprogrammen sowie Personalentwicklung & weiteren Einrichtungen.
Seit 2011 ist sie gemeinsam mit Dr. Eva Reichmann Inhaberin der beruf & leben GbR www.berufundleben.com
Davor war sie 10 Jahre lang als Mitarbeiterin im Aufbau eines Servicebereichs der Universität Bielefeld (Schwerpunkt Career Service) beschäftigt und hat das Tutorienprogramm im Interdisziplinären Zentrum für Hochschuldidaktik an der Universität Bielefeld geleitet.
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