Methoden zum Umgang mit heterogenen Lern- und Wissensständen
Beschreibung
Zum einen verfügen Studierende bereits über diverse Vorkenntnisse und Erfahrungshintergründe, wenn sie in Ihre Lehrveranstaltung kommen. Zum anderen setzt Ihre Lehrveranstaltung meist ein bestimmtes Vorwissen oder überfachliche Kompetenzen voraus.
Durch die Digitalisierung in der Lehre und Formate, wie bspw. Blended-Learning oder Flipped Classroom bieten sich verschiedene Möglichkeiten, um bereits vor dem ersten persönlichen Kontakt in der Lehrveranstaltung das relevante Vorwissen und den Lernstand über vorausgesetzte Fähigkeiten, aber auch Erwartungshaltungen und Interessen der Studierenden zu ermitteln und dieses spezifische Wissen für die Lehrplanung zu verwenden. Schließlich lernen Ihre
Studierenden vor allem, indem sie neue Inhalte mit bekannten
Dingen in Verbindung bringen und mit bestehenden Wissensbeständen
verknüpfen können.
Mit welchen Methoden können Sie zielführend die Ausgangslage Ihrer Studierenden erfassen, deren heterogene Lern- und Wissensstände ermitteln und diese Informationen im weiteren Verlauf der Lehrveranstaltung gewinnbringend einbeziehen, damit aktiv mit den vorhandenen Wissensbeständen gearbeitet und darauf aufgebaut werden kann?
Im Workshop lernen Sie ein Spektrum an methodischen Ansätzen kennen und reflektieren an Beispielen aus Ihrer eigenen Lehrpraxis die Ursachen unterschiedlicher Lernstände sowie geeignete Interventionen für einen lernförderlichen Umgang, u.a. mit Vorwissenslücken, niedrigen Lernständen, zu erweiternden Lernkompetenzen.
Inhalte
- unterschiedliche Lernstände erfassen und deren Ursachen ermitteln
- geeignete Interventionen zu entdeckten Ursachen auswählen
- aktiver Umgang mit unterschiedlichem Vorwissen in heterogenen Gruppen
- Umgang mit Lernschwierigkeiten Studierender (lernen wie man lernt)
- Classroom Assessment Techniques (CAT) in der Gestaltung der Lehrveranstaltung integrieren
- Methoden, um von niedrigen Lernständen zu höheren zu gelangen
Workshop-Aufbau und Arbeitsform
Der Workshop umfasst eine Online-Sitzung (6 AE) mit einer integrierten asynchronen Vorbereitungsphase (2 AE) und einer optionalen asynchronen Transferphase, die von der Dozentin moderiert wird.
- Asynchrone Selbstlernphase im Zeitraum 04.11.2025 - 10.11.2025 (ca. 1,5 Stunden in freier Zeiteinteilung): Bearbeitung einer vorbereitenden Aufgabe als Grundlage für die Online-Sitzung
- Online-Sitzung am Dienstag, 11.11.2025, 09:00-14:30 Uhr (inkl. 60 min. Pause): praktische Übungen mit Reflexionen, exemplarische Bearbeitung von Lernsituationen mit Auswahl geeigneter Methoden
- Asynchrone Transferphase (optional, nach individuellem Bedarf der Teilnehmenden): Feedback der Dozentin und Peer-Austausch zu konkreten Fragestellungen der Teilnehmenden oder weiterführenden Fragen zum Workshopthema
Ziele
Die Teilnehmenden können nach dem Online-Workshop
- Methoden zur Erfassung heterogener Lern- und Wissensstände bei der Planung von Lehrveranstaltungen integrieren,
- für spezifische Ausgangssituationen (z.B. Lernschwierigkeiten, Vorwissenslücken) geeignete Methoden auswählen und in der Lehrveranstaltung einsetzen,
- die Lernstände innerhalb einer heterogenen Gruppe im Verlauf der Lehrveranstaltung methodenbasiert überprüfen.
Dozent_in
Dr. Eva Reichmann ist seit 2011 mit Ihrem Unternehmen beruf & leben GbR als Trainerin und Beraterin für Laufbahnplanung, Promotionsgestaltung, berufsrelevante Kompetenzen und hochschuldidaktische Themen tätig.
Davor war sie mehrere Jahre als Beraterin für Personal- und Organisationsentwicklung in der freien Wirtschaft tätig, hat über 10 Jahre gelehrt und geforscht und einen Servicebereich einer Universität aufgebaut.
Sie arbeitet mit Universitäten und Hochschulen bundesweit, und kann so Ideen aus anderen Universitätsbereichen in die Arbeit einfließen lassen - und kennt sowohl den Wissenschaftsbereich als auch die freie Wirtschaft aus jahrelanger eigener praktischer Erfahrung.
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