Aktiver Umgang mit psychischen Belastungen Studierender: Lehr-Lern-Situationen bedarfsorientiert gestalten

Dozent_in:
Dipl.-Psych. Caroline Große
Standort:
Online-Raum
Datum, Zeit:
08.02.2023, 10:00-12:30 Uhr
22.02.2023, 10:00-12:30 Uhr
22.03.2023, 16:00-17:30 Uhr
Themenbereich:
Lehren und Lernen (10 AE)
Zertifikatsprogramm:
Modul 2
Min. Teilnehmer_innen
8 Pers.
Max. Teilnehmer_innen
12 Pers.
8 freie Plätze

Beschreibung


Die Anforderungen in der Lehrtätigkeit und Kommunikation mit den Studierenden haben sich u.a. durch die pandemie- und kriegsbedingten psychischen Belastungen sowie den Wechsel zwischen Online- und Präsenzlehre verändert. Das hat Konsequenzen für die Rolle als Lehrende*r und die konkrete Lehrgestaltung.

In diesem mehrteiligen Online-Workshop werden Herausforderungen, Möglichkeiten sowie Begrenzungen im Umgang mit Studierenden angesichts erhöhter Belastungen individuell und in kollegialen Austauschformaten reflektiert und somit produktiv für die aktive und konstruktive Ausgestaltung der Lehr-Lern-Beziehung genutzt.

Im Fokus des Workshops steht die kooperative Arbeit an Fallsituationen aus der eigenen Lehrpraxis. Hier werden Ihre konkreten Erfahrungen mit schwierigen Situationen in der Lehre zum Gegenstand gemeinsamen Erarbeitens von Handlungsoptionen. Dafür werden im Workshop Instrumente zur Verfügung gestellt und Methoden etabliert, die Ihnen dabei helfen, bei zukünftigen Situationen in der eigenen Lehre bedarfsorientierte Lösungsansätze und situativ passende Best Practices eigenständig zu finden.


Inhalte
  • Wahrnehmen und Thematisieren der aktuellen Erfahrungen mit psychischen Belastungen Studierender in der eigenen Lehrpraxis 
  • Veränderungen durch globale Krisen und deren Auswirkungen auf die Rolle als Lehrende*r
  • Besonderheiten und Herausforderungen der Kommunikation aller Beteiligten in Zeiten veränderter Anforderungen in Studium und Lehre
  • Möglichkeiten der Selbstregulierung im Umgang mit schwierigen Situationen
  • Arbeit an konkreten Praxisbeispielen aus der Lehre

Workshop-Aufbau

Der mehrteilige Online-Workshop umfasst drei synchrone Workshopphasen (8 AE) und eine integrierte asynchrone Arbeitsphase in einer festen Kleingruppe (2 AE).

Über den Workshopverlauf bearbeiten die Teilnehmenden eigene Praxisfälle in selbstorganisierten Kleingruppen. Diese werden am Ende der 2. Online-Sitzung gebildet und von der Dozentin mit Beobachtungsaufgaben, Fragen zur Selbstreflexion und Peer-to-Peer-Coaching ausgestattet. In der Kleingruppe werden dann die Fälle kollegial beraten und konkrete Lösungsansätze erarbeitet, um sie in der abschließenden 3. Online-Sitzung in den Transfer zu bringen und mit den anderen Teilnehmenden zu teilen.


1. Online-Sitzung am 08.02.2023, 10:00-12:30 Uhr (inkl. 15 Minuten Pause)

2. Online-Sitzung am 22.02.2023, 10:00-12:30 Uhr (inkl. 15 Minuten Pause)

Asynchrone Arbeitsphase im Zeitraum 23.02.-21.03.2023 (kollegiale Fallbearbeitung in der Kleingruppe, zwei ca. einstündige Treffen, selbstorganisiert in freier Zeiteinteilung) 

3. Online-Sitzung am 22.03.2023, 16:00-17:30 Uhr


Arbeitsform
  • bedarfsorientierte Impulse in Verbindung mit kollegialem Erfahrungsaustausch im Plenum und in Kleingruppen
  • kooperatives Arbeiten an konkreten Praxisbeispielen aus der Lehre
  • Angeleitete Selbstreflexionen und Peer-to-Peer-Coaching


Weiterführender Veranstaltungshinweis

Dieser Workshop baut auf den Inhalten des Kurz-Workshops Psychische Belastungen bei Studierenden - in Lehrsituationen erkennen und Unterstützung geben auf. Dort werden Grundlagenkenntnisse zu psychischen Belastungen und Orientierungswissen zu Handlungsmöglichkeiten und Grenzen in  Lehrsituationen vermittelt.

Ziele


Die Teilnehmenden sind nach dem mehrteiligen Online-Workshop in der Lage,

  • psychische Belastungen Studierender und deren Auswirkungen auf Lehr-Lern-Situationen zu erkennen und aktiv darauf einzugehen,
  • Besonderheiten und Herausforderungen der Lehr-Lern-Kommunikation aller Beteiligten in der didaktisch-methodischen Gestaltung von Lehre zu berücksichtigen,
  • Möglichkeiten und Grenzen der Rolle als Lehrende*r im Umgang mit psychischen Belastungen Studierender einzuschätzen,
  • durch die Anwendung von Methoden des Peer-to-Peer-Coaching sich mit Kolleg*innen über Probleme und Handlungsoptionen konstruktiv zu verständigen,
  • individuelle und situationsgerechte Handlungs- und Gestaltungsansätze für den Umgang mit schwierigen Situationen in der Lehre eigenständig zu erarbeiten.

Dozent_in


Profilbild Caroline Große
Dipl.-Psych. Caroline Große

Caroline Große ist Diplom-Psychologin im Schwerpunkt Pädagogik (Universitäten Potsdam und Utrecht) und Prozessmoderatorin. Als Coach arbeitet sie in eigener Praxis in Berlin und bietet neben psychologischer Beratung auch Supervisionen, Trainings und Seminare an. Kernthemen sind: Kommunikation und Konfliktlösung, Führungskompetenzen und Team building, persönliche und berufliche Entwicklung sowie Selbstfürsorge und -management.

 www.grossesgestalten.de

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