Flipped Classroom - Wie man Lehrveranstaltungen didaktisch umdreht und so aktives Lernen fördern kann

Dozent_in:
Daniel Al-Kabbani
Standort:
Online-Raum
Datum, Zeit:
26.08.2024 (Beginn der Selbstlernphase)
02.09.2024, 10:00 - 15:00 Uhr
03.09.2024, 10:00 - 12:00 Uhr
Themenbereich:
Lehren und Lernen (10 AE)
Zertifikatsprogramm:
Modul 2
Min. Teilnehmer_innen
8 Pers.
Max. Teilnehmer_innen
14 Pers.
11 freie Plätze

Beschreibung


Lernprozesse in der Hochschule umfassen in vielen Lehrveranstaltungen die folgenden Teilschritte:

  1. Aneignen von neuen Inhalten
  2. Verständnis der Inhalte
  3. Anwenden der Inhalte anhand von Übungsaufgaben oder Beispielen

Traditionell zentrieren sich Lehrveranstaltungen auf die Vermittlung von Inhalten und bieten Studierenden verschiedene Möglichkeiten für eine strukturierte Aufnahme von Informationen durch Vorlesungen, Unterrichtsgespräche, Referate oder solchen Gruppenaufgaben, die die Recherche neuen Wissens fokussieren. 

Die Schritte zwei und drei werden den Studierenden meist für das Selbstlernen zu Hause überlassen. Dabei profitieren gerade diese Lernschritte durch soziale Interaktion in der Gruppe und konstruktives Feedback des/der Lehrenden. Das „Flipped-Classroom-Prinzip" oder auch „Inverted-Classroom-Modell" greift diesen Gedanken auf und kann aktives Lernen in besonderem Maße fördern.

Indem die Präsenz- und Selbststudienphasen einer Lehrveranstaltung didaktisch „umgedreht" werden, findet die Aneignung von neuen Inhalten durch die Studierenden vor der Präsenzphase in Eigenarbeit statt, wodurch in der Vorlesungs- oder Seminarsitzung mehr Zeit bleibt, um an der Vertiefung der Inhalte zu arbeiten, Verständnisfragen zu besprechen und Feedback in der Gruppe zu teilen. 

Damit dieser einfache Grundgedanke in der Lehrpraxis lebendig werden kann und eine lernförderliche Dynamik entwickelt, sind einige wichtige Fragen zu beantworten:

  • Welche Inhalte eignen sich, um ausgelagert zu werden?
  • Wie müssen die Inhalte aufbereitet sein?
  • Welcher Arbeitsumfang ist realistisch?
  • Wie wird gewährleistet, dass Studierende sich vorbereiten?
  • Wie kann man aussagekräftiges Feedback für Studierende bereitstellen?
  • Welche Möglichkeiten hat man, um die Präsenzzeit interaktiv zu nutzen?

Diese Fragen werden im Workshop behandelt, wobei kurz gehaltene Inputphasen mit Selbstarbeitsphasen zum Übertrag auf die eigene Lehrveranstaltung sowie Gruppenarbeitsphasen zur Entwicklung von Ideen und gegenseitigem Austausch kombiniert werden. Die im Workshop eingesetzten Methoden stehen dabei in Kongruenz zu möglichen Methoden für die Gestaltung von Lehrveranstaltungen. Angereichert werden die Inputs und Arbeitsphasen durch Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte des Dozenten.


Workshop-Aufbau 

Der mehrteilige Online-Workshop umfasst zwei synchrone Workshopphasen (8 AE) und eine asynchrone Selbstlernphase (2 AE).

  • Asynchrone Selbstlernphase im Zeitraum 26.08.2024 - 01.09.2024 (Zeitaufwand: ca. 1,5 Stunden in freier Zeiteinteilung) (2 AE): Bearbeitung von Vorbereitungsaufgaben zur Aneignung (oder Wiederholung) didaktischer Grundlagen für die Anwendung des Flipped-Classroom-Modells
  • 1. Online-Sitzung am Montag, 02.09.2024, 10:00 - 15:00 (inkl. 60 min. Pause) (5 AE)
  • 2. Online-Sitzung am Dienstag, 03.09.2024, 10:00 - 12:00 Uhr (ohne Pause) (3 AE)

Ziele


Die Teilnehmenden können nach der Online-Veranstaltung mit vorbereitender Selbstlernphase

  • geeignete Lernziele für die Selbstlernphase und die Präsenzphase einer Lehrveranstaltung definieren, welche im Sinne des Flipped-Classroom-Prinzips umgesetzt werden soll,
  • motivationsrelevante Rahmenbedingungen für das Lernen der Studierenden analysieren und dementsprechend die Umsetzung eines Flipped-Classroom-Ansatzes konstruktiv gestalten,
  • verschiedene Möglichkeiten zur Aufbereitung von Selbstlernmaterial benennen und für eine Flipped-Classrom-Lehrveranstaltung adäquat auswählen,
  • eine Auswahl an möglichen Methoden für die Präsenzphase einer Flipped-Classroom-Lehrveranstaltung benennen und geeignete Methoden für aktives Lernen planen und einsetzen.

Dozent_in


Profilbild Daniel Al-Kabbani
Daniel Al-Kabbani

Dipl.-Psych. Daniel Al-Kabbani hat an der Universität Regensburg Psychologie studiert. Von 2009 - 2015 arbeitete er an der Universität Paderborn in der Stabsstelle für Bildungsinnovationen und Hochschuldidaktik. Seit 2015 ist er deutschlandweit als freiberuflicher Hochschuldidaktik-Trainer unterwegs. Sowohl in der Zeit an der Universität Paderborn als auch in nachfolgenden Lehraufträgen konnte er selbst Lehrerfahrung in verschiedenen Kontexten sammeln.

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