Die eigene Lehre beforschen: Scholarship of Teaching and Learning im künstlerischen Bereich

Dozent_in:
Dr. Silke Martin, Dr. Sylvia Ruschin
Standort:
Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf
Koordinator_in:
Alfred Koch
Datum:
06.07.2020
Zeit:
10:00 - 17:00 Uhr
Themenbereich:
Lehren und Lernen (8 AE)
Min. Teilnehmer_innen
8 Pers.
Max. Teilnehmer_innen
12 Pers.
6 freie Plätze
Zur Einschreibung

Workshop Beschreibung


Dieser Workshop ist der dritte Teil der 3-teiligen Veranstaltungsreihe „Lehre in der Kunst - Kunst in der Lehre". Die Reihe umfasst verschiedene Veranstaltungen für Lehrende künstlerisch-gestaltender sowie kunst- und medienwissenschaftlicher Studiengänge aus den Hochschulen des Landes Brandenburg.

Im Fokus der Veranstaltungsreihe steht ein Dreiklang künstlerischer Lehre:

  • die Reflexion der eigenen Lehrhaltung und Lehrphilosophie im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Praxis und Hochschullehre
  • künstlerische Vermittlungsmethoden, insbesondere die Gestaltungsmöglichkeiten einer diversitätssensiblen und diskriminierungskritischen Hochschullehre
  • Forschung als Selbstbeobachtung der eigenen Lehre (Scholarship of Teaching and Learning) und künstlerische Forschung.


Beschreibung des Workshops

Im dritten Workshop der Veranstaltungsreihe, mit dem Titel "Forschung als Selbstbeobachtung der eigenen Lehre/Scholarship of Teaching and Learning im künstlerischen Bereich" am 06.07.2020, steht die Beforschung der eigenen Lehre und ihrer Wirkungsweise im Mittelpunkt.

Es wird der Ansatz und die Vorgehensweise des Scholarship of Teaching and Learning (kurz SoTL) vorgestellt. SoTL hat zum Ziel, die eigene Lehre mit wissenschaftlichen Methoden zu beforschen, die Wirksamkeit der eigenen Lehre evidenzbasiert zu überprüfen und die Ergebnisse zu publizieren.

Der Ansatz kann genutzt werden, um systematisch über die Lehre im eigenen Fach und im Rahmen von künstlerisch-gestaltenden sowie kunst- und medienwissenschaftlichen Studiengängen nachzudenken und langfristig eine fachspezifische Didaktik zu entwickeln.

Arbeitsform

Der Workshop findet als Werkstatt statt. Die teilnehmenden Lehrenden können eine erste Skizze eines hypothesengeleiteten Forschungsdesigns für ihre eigene Lehrveranstaltung erarbeiten. Dabei soll die Anwendbarkeit des SoTL auf die Fachlehre in künstlerisch-gestaltenden sowie kunst- und medienwissenschaftlichen Studiengängen kritisch überprüft und diskutiert werden.

Bein Interesse können kollegiale Review-Teams gebildet werden, die sich wechselseitig bei der Umsetzung eines Forschungsvorhabens in ihrer Lehre begleiten.

 

Umfang und Termine der Veranstaltungsreihe

1. Auftakt-Workshop „Lehrphilosophie, Kunstvermittlung und Forschung als Selbstbeobachtung der eigenen Lehre" (Dozentin: Dr. Silke Martin) am 20.01.2020

2. Workshop „Diversitätssensible Hochschullehre" (Dozentinnen: Dr. Silke Martin, Dr. Lena Eckert) am 08.05.2020

3. Workshop „Forschung als Selbstbeobachtung der eigenen Lehre/Scholarship of Teaching and Learning im künstlerischen Bereich" (Dozentinnen: Dr. Silke Martin, Dr. Sylvia Ruschin) am 06.07.2020

Hinweis: Die Veranstaltungsreihe bietet den Rahmen, mit Fachkolleg*innen in einen Prozess des kollegialen Austausches über die eigene Lehre und ihre Entwicklung zu kommen. Daher wird eine Teilnahme an allen drei Workshops empfohlen.

Workshop Ziele


  • den Ansatz des Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) kennenlernen
  • die Potentiale für die Lehrentwicklung und für die Entwicklung einer fachspezifischen Didaktik im künstlerischen Bereich kennenlernen
  • mit dem Ansatz des SoTL zentrale Bausteine eines hypothesengeleiteten Forschungsdesigns für eine ausgewählte eigene Lehrveranstaltung konzipieren
  • die Übertragbarkeit des Ansatz des SoTL auf die Lehre in kunst- und medienwissenschaftlichen Studiengängen kritisch überprüfen und diskutieren

Dozent_innen


Profilbild Silke Martin
Dr. Silke Martin

promovierte Film- und Medienwissenschaftlerin, jahrelange Forschungs- und Lehrerfahrung an verschiedenen Hochschulen, derzeit Postdoc-Fellow im Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Erfurt, zertifizierte Schreibberaterin und Systemische Coach, Trainerin für Hochschuldidaktik und Diversity, verschiedene Publikations- und Lehrpreise, u.a. BMBF-Lehrpreis für besonders kreative und wirksame Lehre 2014 oder Best Publication Gender Award 2016, Autorin und Herausgeberin medienwissenschaftlicher und hochschuldidaktischer Publikationen, z.B. FilmBildung (Schüren, 2014) oder Schöner Lehren - gegendert und gequeert (Schüren 2016).


Profilbild Sylvia Ruschin
Dr. Sylvia Ruschin

Soziologin, Erziehungswissenschaftlerin und systemtischer Coach, verantwortet den Arbeitsbereich Hochschuldidaktik an der Hochschule Niederrhein. Hochschuldidaktische Schwerpunkte: Kompetenzorientierung in Lehren, Lernen und Prüfen, Verknüpfung von individueller Lehrentwicklung mit Formaten strukturierter Curriculumentwicklung sowie die Beforschung der eigenen Lehre (Scholarship of Teaching and Learning). Seit 2017 Fellow in der Community of Practice des Netzwerks Lehre hoch n.

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